Image
  • Image

Villa Paletti


  • Verlag:Zoch
  • Autor:-
  • Spieldauer: ca. 20-30 Min
  • Anzahl Spieler: 2-4
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Preis :47.00 CHF

Ausstattung: 1 Spielbrett, 5 Plateaus, 20 Säulen, 1 Baumeistersiegel, 1 Haken



Aufmachung: Das Spielbrett besteht nur aus einer runden großen Auflage, auf der später die Villa entsteht. Die Plateaus sind die einzelnen Etagen. Sie werden von Etage zu Etage kleiner und haben verschiedene Formen. In den vier Spielfarben hat jede Farbe fünf Säulen, die in drei verschiedenen Formen vorhanden sind. Das Baumeistersiegel ist ein länglicher Holzquader, dessen vier Längsseiten mit den Säulenfarben übereinstimmen. Der Haken wird genutzt, um Säulen im Zentrum einer Ebene gut herausziehen zu können. Das Material ist hochwertig und auch die Grafik der Schachtel und des Spielbretts sieht sehr gut aus.



Ziel: Die Spieler bauen gemeinsam an der Villa Paletti und versuchen diese aufzubauen und ihre eigenen Säulen dabei punkteträchtig nach oben zu bringen.
Am Anfang werden alle Säulen nach Belieben der Spieler gemeinsam auf das Spielbrett gestellt. Danach wird das erste Plateau so aufgelegt, daß es nirgends über das Spielbrett hinausragt.
Der jüngste Spieler würfelt mit dem Baumeistersiegel einmal, um seine Spielfarbe festzustellen. Reihum dürfen nun die anderen Spieler aus den restlichen Farben wählen. Der Startspieler wird derjenige, der die übriggebliebene Spielfarbe nehmen mußte.
Wenn ein Spieler an der Reihe ist, muß er eine beliebige eigene Säule (ob freistehend oder eingebaut) nehmen und in die derzeit oberste Etage stellen. Wenn man merkt, daß der Versuch scheitert, darf man jederzeit abbrechen. Die Säule wird dann wieder an ihren alten Platz gestellt und darf bis zum Ende der Partie nicht mehr bewegt werden.
Beim Herausziehen darf man die Plateaus vorsichtig festhalten, beim auflegen in einer höheren Ebene jedoch nicht mehr. Jede Säule muß komplett auf einem Plateau stehen. Säulen in der obersten Etage werden nicht bewegt. Auch darf man nur in der obersten Ebene Säulen übereinander stellen.
Behauptet ein Spieler zu Beginn seines Zuges, daß er keine Säule mehr gefahrlos nehmen kann, können die Mitspieler Einspruch erheben, müssen dann allerdings den Beweis antreten, daß man die Säule doch gefahrlos bewegen kann. Bei Erfolg kommt die so hochgestellte Säule anschließend komplett aus dem Spiel. Ansonsten darf der aktive Spieler eine Säule des Zweiflers entfernen.
Gibt es keine Widersprüche, plaziert der aktive Spieler eine neue Ebene. Diese muß mindestens mit drei Säulen in Kontakt sein, darf aber z.B. über den Spielbrettrand ragen. Damit endet der Spielzug.
Das Baumeistersiegel wird ab dem grünen Plateau benötigt. Der Spieler, der dort zuerst eine Säule abstellt, erhält das Siegel. Es wird immer an den Spieler weitergegeben, der in der aktuellen Ebene mehr Punkte hat als die anderen. Je nach Form der Säulen sind diese zwischen 1 und 3 Siegpunkte wert. Sollte ein neues Plateau gelegt werden, verfallen die bisherigen Siegpunkte und der Spieler, der dort die erste Säule hinstellt, erhält das Siegel.
Übernimmt man das Siegel von einem Mitspieler, legt man es so vor sich ab, daß die Spielfarbe des vorherigen Besitzers angezeigt wird.



Spielende: Die Partie endet, wenn die Villa einstürzt oder kein Spieler mehr eine Säule in die oberste Etage stellen kann. Sieger ist der Spieler mit dem Baumeister-Siegel, es sei denn, er bringt die Villa selbst zum Einsturz. Dann hat der Spieler gewonnen, dessen Farbe auf dem Siegel zu sehen ist.



Kommentar: Das Bauspiel ist sehr nett gemacht und sieht wunderbar aus. Das Holz wurde sorgfältig gesägt und es sind nur minimale Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Säulen auszumachen. Eine Partie zu viert wird schnell zu einem Vabanque-Spiel, bei dem sich die Kontrahenten gegenseitig zu behindern versuchen, während die Erfahrungen bei 2 Personen eher eine Art kooperatives Verhalten zeigen, was wohl daran liegt, daß in diesem Fall jeder zwei Spielfarben hat.



Fazit: Ein nettes Geschicklichkeitsspiel.

Andreas Keirat